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Chronik der Schützenbruderschaft St. Paulus Mülfort

Königssilber St. Paul Mülfort

Im Jahr 1928 wurde die Schützenbruderschaft St. Paulus Mülfort gegründet.

Seinerzeit ließ die Bruderschaft sich durch den Mönchengladbacher Goldschmied Friedrich Prinz ein einzigartiges Königssilber fertigen. Mittig der Kette befindet sich das Schild mit der Abbildung des Heiligen St. Paulus sowie das Wappen der ehemaligen Stadt Odenkirchen, zu dem auch Mülfort gehörte. Ebenso sind die Namen der ehemaligen Könige bis 1948 dort aufgeführt. Rechts, Links und unterhalb des Schildes befinden sich Gliederketten mit Münzen aus der Kaiserzeit.

Der 2. Weltkrieg forderte in der Bruderschaft einen hohen menschliche Tribut, dem zufolge die Bruderschaft St. Paulus Mülfort ruhend gestellt wurde.

In den darauffolgenden Jahren verschwand das Königssilber der Bruderschaft St. Paulus spurlos.

Aus der ruhendgestellten Schützenbruderschaft St. Paulus geründete sich im Jahr 1950 die Bürgerschützengesellschaft „Haus Altenbroich“. Erst durch eine Bundessatzungsänderung im Jahr 2000 konnte der Bürgerschützenverein die Aufnahme im Bund „Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. Köln“ beantragen.

Die Jahre vergingen und am 22. September 2001 wurde die Bürgerschützengesellschaft St. Paulus Mülfort zum Leben erweckt. Schon vier Monate später, im Rahmen eines Gedenkgottesdienstes, wurde die Aufnahmeurkunde durch den Bundespräsis Dr. Heiner Koch in den Bund der „Historischen Deutschen Schützenbruderschaften“ überreicht.

Zu diesem würdevollen Anlass wurde eine neue Fahne in Auftrag gegeben. Eine Fahne die die Geschichte der Schützen Mülforts gerecht wird. So wurde auf der Vorderseite der Heilige St. Paulus dargestellt und auf der Rückseite der ehemaligen Vereinsfahne der Bürgerschützen „Haus Altenbroich“ gedacht.

Fahne der Schützenbruderschaft St. Paul Mülfort 2001 (Vorder- und Rückseite)
Fahne der Schützenbruderschaft St. Paul Mülfort 2001 (Vorder- und Rückseite)

2011 konnte die Fahne der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Dem Brudermeister Hans Dieter Möller, der im Jahr 1978 bereits nach dem verschollenen Königssilber suchte, gelang es 2021 erst, das Silber wieder aufzuspüren. Jahrelang schlummerte der Mülforter Silberschatz in der Schatzkammer des Museum Schloss Rheydt.
So kam nach vielen Jahren das Königssilber wieder in die Hände der Bruderschaft, wo es im Rahmen einer öffentlichen Zeremonie den Mitgliedern und geladenen Gästen vorgestellt und gesegnet wurde.

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