Tempo 30, mehr Sicherheit, eine ruhigere Straße: Dagegen hat in der Dohrer Straße niemand etwas. Trotzdem hat uns in den letzten Tagen einiges an Post erreicht.
Henning Haupts vom Kreisvorstand der FDP Mönchengladbach: „Neben den hier schon bekannten Beiträgen haben sich auch die Anwohner der Häuser 74 bis 78 mit einem Bürgerbrief an die Stadtverwaltung gewandt, und weitere Rückmeldungen von Nachbarn kommen laufend dazu. Viele bitten uns als FDP ausdrücklich, ihre Anliegen in den kommenden Sitzungsmonaten weiterzuverfolgen. Das tun wir gern!“.
Hier die wichtigsten Punkte aus den Schreiben:
Der Gehweg-Vorbau: droht die nächste Slalomstrecke?
Zwischen Haus Nr. 71 und dem Parkplatz soll der Bürgersteig vor der kleinen Grünanlage in die Fahrbahn hineingebaut werden. Die Anwohner halten das für wenig sinnvoll. Mit den Baumscheiben und den Parkstreifen sei die Straße an dieser Stelle schon eng genug. Ihre Sorge: Es gäbe keine Ausweichmöglichkeit mehr, und die Slalomfahrerei wie zu Zeiten der Fußgängerinsel käme zurück. Wer aus Richtung Altenbroicher Straße kommt, müsste im Zweifel schon auf Höhe von Haus Nr. 56 warten, um den Gegenverkehr durchzulassen. Und ob man zwischen den Baumscheiben überhaupt noch genug sieht, bezweifeln die Bewohner ebenfalls.
Tempo 30: gut, aber bitte eindeutig
Dass die ganze Straße als 30er-Zone ausgewiesen werden soll, finden die Anwohner ausdrücklich eine sehr gute Idee. Sie wünschen sich aber zusätzlich eine klare Beschilderung, dass für LKW ein Fahrverbot gilt. Nicht jedem Fahrer sei bewusst, dass das auch in 30er-Zonen so ist.
Zwei Einmündungen, zwei Spiegel
An der Einfahrt Torfbend/Dohrer Straße ist die Sicht nach wie vor schlecht. Die Anwohner schlagen einen Verkehrsspiegel auf der gegenüberliegenden Straßenseite vor. Ein Spiegel wäre auch bei der Ausfahrt auf die Zoppenbroicher Straße hilfreich. Ein Spiegel verzerrt das Bild ein wenig, aber er zeigt rechtzeitig, ob von links oder rechts ein Fahrzeug kommt. Das sind kleine Maßnahmen mit großer Wirkung.
Der größte Knackpunkt: Parkstreifen und Parkplatz-Ausfahrt
Am meisten Sorge macht den Bewohnern der Häuser 74 bis 78 die geplante Verlängerung der Parkstreifen vor ihren Häusern. Die Ausfahrt vom gegenüberliegenden Parkplatz ist schon heute schwierig. Mehrfach sind dort Autos beim Rückwärtsausparken in die vier vor den Häusern geparkten Wagen gefahren und haben sie stark beschädigt. Eine Verlängerung der Parkstreifen würde die Lage weiter verschärfen.
Die Anwohner bitten deshalb darum, zumindest die Parkstreifen vor den Häusern 76 bis 82 nicht zu verlängern. Dann wäre die Straße mit parkenden Autos auf beiden Seiten so eng, dass zwei Fahrzeuge nicht mehr aneinander vorbeikämen. Wo das so ist, fährt man automatisch langsamer. Das würde ganz von selbst zur Verkehrsberuhigung beitragen.
Zu wuchtig: Bäume am Tor
Rechts und links vom Tor zwischen den Häusern 74 und 76, die nur zwei Meter auseinanderliegen, sollen zwei Baumfelder entstehen. Die Anwohner finden das zu nah beieinander, zu eng und zu wuchtig. Ihr Vorschlag: je ein Poller mit Blumenkübel. Große Bäume gebe es am Parkplatz schließlich schon genug.
Unser Fazit
Die Anwohner stellen die Verkehrsberuhigung nicht infrage, im Gegenteil. Sie wünschen sich eine Planung, die die Verhältnisse vor Ort ernst nimmt und keine neuen Gefahrenstellen schafft. Das halten wir für berechtigt und vernünftig. Die, die täglich dort wohnen und fahren, kennen die Straße am besten.
Wir als FDP nehmen diese Hinweise mit in die Beratungen der kommenden Sitzungen und fragen bei der Verwaltung nach, wie sie mit den Einwänden umgeht. Haben Sie selbst Anregungen oder Bedenken zur Dohrer Straße? Schreiben Sie uns. Je mehr Rückmeldungen wir haben, desto besser können wir Ihre Interessen vertreten.




