NEW und THW: Krisenübung zur Sicherung der Energieversorgung

NEW, THW und Feuerwehr trainieren zum Schutz der regionalen Energieversorgung

Wie lässt sich die Stromversorgung in einer Krisensituation sichern? Dieser Frage widmeten sich die NEW, das Technische Hilfswerk (THW) und die Feuerwehr Mönchengladbach Ende September bei einer gemeinsamen Krisenübung. Unter realitätsnahen Bedingungen trainieren die Beteiligten technische Abläufe, Kommunikationswege und die Zusammenarbeit im Ernstfall. Ziel ist es, auch in außergewöhnlichen Lagen schnell, sicher und koordiniert handeln zu können.

Die Energieversorgung gehört zu den kritischen Infrastrukturen einer Region. Naturereignisse, technische Störungen oder andere Krisenlagen können eine enge Zusammenarbeit verschiedener Organisationen erforderlich machen. Aktuelle Ereignisse in anderen Städten belegen dies. Der Schutz solcher Infrastrukturen und ihre Widerstandsfähigkeit stehen deshalb bundesweit verstärkt im Fokus.

Praxis an realer Technik
Der Schwerpunkt der Krisenübung auf dem Gelände der NEW in Mönchengladbach liegt auf dem praktischen Training. Zu den Übungsstationen zählen die Netzersatzversorgung mit Aggregaten, Kabelbau und Muffenfertigung sowie Arbeiten an Kabelverteilerschränken. Darüber hinaus erhalten die Einsatzkräfte Einblicke in die Netzleitstelle und in die Abläufe eines Verteilnetzbetreibers. So lernen sie technische Schnittstellen kennen, die im Einsatz entscheidend sein können.

Der Wissenstransfer funktioniert in beide Richtungen: Feuerwehr und THW vertiefen ihre Kenntnisse über Energieversorgung und Netztechnik. Die NEW gewinnt zugleich wertvolle Erkenntnisse aus der Perspektive der Einsatzkräfte. Durch die gemeinsame Arbeit wird das Verständnis für Aufgaben, Möglichkeiten und Grenzen der beteiligten Organisationen gestärkt.

Kritische Infrastruktur braucht starke Partner
Regelmäßige Übungen schaffen Vertrauen und machen Zuständigkeiten sowie Kommunikationswege im Vorfeld klar. Das ist entscheidend, wenn viele Akteure unter Zeitdruck zusammenarbeiten müssen. Die gemeinsame Übung knüpft damit an die bundesweit verstärkten Anstrengungen an, kritische Infrastrukturen widerstandsfähiger zu machen und die Versorgung der Bevölkerung auch bei Störungen möglichst stabil zu halten.

„Vertrauen, Fachwissen und eingespielte Abläufe entstehen nicht erst im Ernstfall. Sie wachsen durch regelmäßige Zusammenarbeit und gemeinsame Vorbereitung. Die Übung hat gezeigt, dass NEW, THW und Feuerwehr auf einer belastbaren Partnerschaft aufbauen und in Krisensituationen abgestimmt handeln können“, fasst Thorsten Jennessen, Leiter Netzführung und Spezialtechnik bei der NEW, das Training zusammen.

„Theoretische Schulungen allein können das, was wir heute für unsere Zusammenarbeit gelernt haben, nicht vermitteln“, sagt Thorsten Saal, Ortsbeauftragter Mönchengladbach vom THW. „Es ist unerlässlich, Situationen in der Praxis zu üben, die selten eintreten, dann aber erhebliche Auswirkungen auf Bevölkerung, Wirtschaft und öffentliche Sicherheit haben können.“

„Gute Teamarbeit zeigt sich dann, wenn jede Organisation ihre Stärken einbringt und alle Handgriffe ineinandergreifen. Denn im Ernstfall zählt nicht, wer den ersten Schritt macht, sondern dass alle in dieselbe Richtung gehen“, sagt Christian Schippers von der Feuerwehr Mönchengladbach. NEW THW: Krisenübung zur Sicherung der Energieversorgung

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