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Pleite am 23sten

Einladung zur Mahnwache am Montag, den 29.08.2022 um 9.00 Uhr vor dem SPD Haus.

Brucknerallee 126 in 41236 Mönchengladbach

Thomas Wasilewski: Link zur Einladung

Thomas Wasilewski aus Mönchengladbach wird am 23. August kein Geld mehr haben. Das geht ihm, seiner Ehepartnerin und seinen drei Söhnen nicht nur im August so, sondern am 23. jeden Monats. »Steigende Energiepreise machen sich in allen Bereichen bemerkbar, da die Kosten selbstverständlich auf die Nahrungsmittel umgelegt werden«, sagt Wasilewski am Freitag im jW-Gespräch. Nach dem 23. eines jeden Monats müsse er zur Tafel gehen und dort Schlange stehen, das beobachte er auch bei immer mehr Menschen aus seinem Umfeld.

Wasilewski ist nicht still und schamvoll, sondern laut und widerständig: Er klagt gemeinsam mit dem Sozialverband VdK in einem Musterstreitverfahren gegen die zu geringe Erhöhung des Hartz-IV-Satzes (SGB II) und z. B. der Altenhilfe (SGB XII). Der VdK hält die (symbolische) Steigerung des Regelsatzes zum 1. Januar 2022 um drei Euro angesichts der hohen Preissteigerungen und Inflationsrate für verfassungswidrig. »Die Interessen der armen Bürger werden von der aktuellen Regierung nicht berücksichtigt. Man erhält ein Gnadenbrot und soll brav den Mund halten«, ärgert sich Wasilewski. Viele Politiker würden die Bedürfnisse der armen Menschen ignorieren. Er hoffe, vor Gericht gehe es gerechter zu. Die Ampelregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag eine substantielle Reform der Grundsicherung versprochen. Als übergeordnetes Leitbild soll das neue Bürgergeld »die Würde des und der Einzelnen achten, zur gesellschaftlichen Teilhabe befähigen sowie digital und unkompliziert zugänglich sein«.

Artikelauszug aus „jungeWelt“ vom 06.08.2022

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