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Umbau der Dohrer Straße: Anwohner melden sich zu Wort, die Stadt antwortet

    Dohrer Markt Mülfort

    Nach dem Informationsabend im September haben Anwohner der Einmündung Torfbend der Stadtverwaltung ihre Bedenken geschildert. Die Antwort liegt nun vor: Teile der Planung wurden bereits angepasst, andere Fragen sind noch offen.

    Die Dohrer Straße soll grundhaft saniert werden. Am 8. September 2026 stellte die Stadtverwaltung ihre Pläne bei einem Informationsabend vor, darunter die Umgestaltung des Vorplatzes an der Ecke Torfbend/Dohrer Straße und die Verlegung der Bushaltestellen. Mehrere Anwohner nahmen teil und haben der Verwaltung anschließend schriftlich ihre Einschätzung mitgeteilt. Inzwischen hat die Stadt geantwortet. Beide Schreiben im Überblick:

    Grundsätzlich willkommen

    Die Anwohner stellen zunächst klar, dass sie die geplante Sanierung ausdrücklich begrüßen. Ihre Anmerkungen betreffen drei Punkte: Parkplätze, einen möglichen Fahrradweg auf dem Vorplatz und die Bushaltestellen.

    1. Parkplätze: Der Druck ist bekannt, Spielraum gering

    Die Anwohner beschreiben die Parksituation rund um Torfbend und Dohrer Straße als schon heute äußerst angespannt. Grundschule, Kleingartenanlage und die orthodoxe Kirche in der Nähe sorgen dafür, dass Anwohner oft kaum einen Stellplatz finden. Sie wünschen sich zusätzliche Stellplätze oder zumindest den Erhalt der bestehenden.

    Die Stadt erkennt den hohen Parkdruck an, auch in der Straße Am Torfbend. Bei der Planung habe man versucht, die vorhandenen Parkmöglichkeiten möglichst vollständig zu erhalten. Zusätzliche Plätze seien in einer so dicht bebauten Straße kaum zu schaffen, da Einfahrten, Zuwegungen und Kreuzungsbereiche wenig Raum ließen. Außerdem müsse bei einer grundhaften Sanierung auf die heute geltenden Vorgaben und Richtlinien Rücksicht genommen werden.

    Einordnung: Neue Stellplätze wird es nach dieser Antwort voraussichtlich nicht geben. Die Stadt will aber so viele wie möglich erhalten. Wie viele am Ende bleiben, geht aus dem Schreiben nicht hervor.

    2. Der Vorplatz: Fahrradweg, Gehweg oder beides?

    Die Anwohner sehen die Führung des Radverkehrs über den Vorplatz kritisch. Ihrer Wahrnehmung nach wird die Strecke selten von Radfahrern genutzt, und schon heute könne man den Bereich als Verbindung befahren. Der Platz sei seit Jahren Aufenthaltsort für Kinder und Treffpunkt der Nachbarschaft. Künftig solle er wieder für gemeinschaftliche Veranstaltungen genutzt werden, wie es früher der Dohrer Verein getan hat. Eine offizielle Radführung erhöhe aus ihrer Sicht das Konflikt- und Unfallrisiko, vor allem durch schnelle Fahrräder, E-Bikes und E-Scooter.

    Die Stadt erklärt, die Radverkehrsplanung in Mönchengladbach verstehe sich derzeit als Angebots- und nicht als Bedarfsplanung. Ziel sei ein gutes und sicheres Angebot für Radfahrende. Wie der Bereich ausgestaltet und beschildert wird, stehe noch nicht fest. Denkbar seien ein getrennter Geh- und Radweg oder ein für Radfahrer freigegebener Gehweg, auf dem Schrittgeschwindigkeit gilt. Der Bereich werde aber ausdrücklich nicht zu einem Radschnellweg ausgebaut. Fuß- und Radverkehr sollten sicher und verträglich geführt werden.

    Einordnung: Hier ist die Entscheidung offen. Wie der Platz künftig gestaltet wird und wie viel Raum er für Aufenthalt und Veranstaltungen behält, dürfte noch geklärt werden. Hier lohnt es sich, dranzubleiben.

    3. Bushaltestellen: Standort bereits verschoben

    Die Anwohner lehnen die Verlegung der Haltestellen in beiden Fahrtrichtungen ab. Sie befürchten zusätzliche Engstellen an der Einmündung und weniger Platz auf dem schmalen Gehweg vor den Wohnhäusern. Besonders die Ausfahrt des Garagenhofs bei Hausnummer 223 sehen sie als Gefahrenstelle, weil ein haltender Bus die Sicht auf den fließenden Verkehr verdeckt. Außerdem liege nur wenige Meter entfernt, an der Grundschule, bereits eine Haltestelle derselben Linie.

    Die Stadt teilt mit, dass sie sich nach der Bürgerveranstaltung noch einmal mit dem Standort befasst hat. Auf Anregung der Anwohner und weiterer Teilnehmer wurde die Haltestelle weiter nach Süden verschoben. Das entlaste den Knotenpunkt mit der Straße Am Torfbend und rücke die beiden Haltestellen „Am Torfbend” und „Schule Torfbend” etwas weiter auseinander. Die Verwaltung habe auch geprüft, ob beide Haltestellen nötig sind. Die Erreichbarkeitsanalyse habe ergeben, dass beide weiterhin gebraucht werden.

    Einordnung: Die Bürgerbeteiligung hat hier erkennbar etwas bewirkt. Offen bleibt, ob die neue Lage auch die Sichtprobleme an der Garagenausfahrt bei Nr. 223 löst. Dazu äußert sich die Stadt nicht ausdrücklich.

    Ausblick

    Die Anwohner haben darum gebeten, die endgültige Planung und die Unterlagen zur späteren Ratsvorlage zu erhalten. Die Stadt bietet weitere Rückfragen und Anregungen ausdrücklich an. Der Austausch läuft also weiter, in einem sachlichen und freundlichen Ton auf beiden Seiten.

    Wer sich selbst einbringen möchte, kann sich direkt an die Stadtverwaltung wenden oder hier in den Kommentaren mitdiskutieren. Wir halten Sie auf dem Laufenden, sobald die endgültige Planung vorliegt.

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