Drei Jahre gewartet, jetzt wird endlich saniert
Manchmal dauert es eben doch nicht ewig – auch wenn es sich für die Anwohner der Bruchstraße in Mülfort sicher genau so angefühlt hat. Nach drei Jahren, in denen sich an dem maroden Gehweg auf Höhe der Kleingartenanlage praktisch nichts getan hat, ist jetzt endlich Bewegung in die Sache gekommen: Die Sanierung steht an.
Ein Dauerbrenner mit Ansage
Wer sich erinnert: Bereits am 23.03.2024 hatten wir hier über den Zustand des Gehwegs berichtet. Auf rund 300 Metern hatten die Wurzeln der Alleebäume den Asphalt regelrecht zerlegt – Buckel, Risse, Stolperkanten, an manchen Stellen sah der Bürgersteig eher aus wie eine Mondlandschaft als wie ein Weg. Dazu kam, dass die Straßenbeleuchtung in diesem Abschnitt schlicht nicht vorhanden war. Wer abends oder in der Dämmerung unterwegs war, sah die Gefahrenstellen im Zweifel erst, wenn er schon drüberstolperte.
Besonders bitter: Betroffen waren genau die Menschen, die am wenigsten mit unebenem Untergrund klarkommen – Rollator- und Gehhilfen-Nutzer, Menschen mit Behinderung, und Schulkinder, die mit dem Rad zur Schule fahren. Für die war der Abschnitt keine Kleinigkeit, sondern ein echtes Sicherheitsrisiko.
Das Problem war lange bekannt
Das Ärgerliche an der Geschichte: Es war ja nicht so, dass niemand Bescheid wusste. Die „mags“ wurde bereits am 23.03.2024 offiziell über den Zustand informiert. Passiert ist erstmal – nichts. Am 28.12.2025 folgte dann ein erneuter Vorstoß, mit der klaren Aufforderung, die Gefahrenstellen endlich zu beseitigen.
Jetzt also doch: Die Sanierung kommt
Umso erfreulicher, dass jetzt Bewegung in die Sache gekommen ist. Nach gefühlt endlosem Hin und Her wird der Gehweg an der Bruchstraße endlich instand gesetzt. Für die Anwohner ist das eine gute Nachricht – auch wenn sich viele zu Recht fragen dürfen, warum es drei Jahre und zwei offizielle Meldungen gebraucht hat, um einen eigentlich klaren Missstand zu beheben.


Ältere Beiträge:
Drei Jahre ohne das die starken Beschädigungen behoben wurden.
Beitrag vom 23.03.2024
An der Bruchstraße in Mülfort stellt ein stark beschädigter Gehweg eine erhebliche Gefahr für Fußgänger dar. Baumwurzeln haben den Asphalt auf einer Länge von 300 Metern aufgebrochen. Mangelnde Straßenbeleuchtung erschwert die Erkennbarkeit der Stolperfallen zusätzlich, was besonders für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Schulkinder ein Sicherheitsrisiko darstellt.
Obwohl die zuständige Stelle bereits mehrfach über den Zustand informiert wurde, blieb eine Instandsetzung bisher aus. Grundsätzlich tragen Kommunen die Verkehrssicherungspflicht für öffentliche Wege. Laut Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs müssen Städte für Unfälle auf stark verfallenen Wegen haften und können sich dabei nicht auf fehlende finanzielle Mittel berufen.
Am 23.03.2024 wurde die „mags“ von diesem Sachverhalt unterrichtet, ohne dass sich die Sicherheitssituation bislang geändert hat.
Am 28.12.2025 wurde die „mags“ erneut aufgefordert, die Gefahrenstellen zu beseitigen.
Henning Haupts
Defekter Gehweg wird zur Gefahr für Fußgänger
Wer heute in Mülfort als Fußgänger den Bürgersteig auf der Bruchstraße benutzt, muss in Höhe der Kleingartenanlage besondere Vorsicht walten lassen. Auf einer Länge von ca. 300 Metern haben das Wurzelwerk der Alleebäume den Bürgersteigasphalt aufgebrochen und den Fußweg zur konkreten Gefahr für Gehwegnutzer gemacht.
Defekter Gehweg und keine Straßenbeleuchtung
Für Menschen mit Behinderung, sowie Bürger, die auf Gehhilfen und Rollator angewiesen sind, aber auch Schulkinder, die mit dem Rad den Gehweg nutzen, wird dieser Streckabschnitt immer wieder zur Tortur. Nicht nur die Unwegsamkeit des Gehweges ist eine Gefahr, auch der Zustand, dass dieser Nahbereich von der Straßenbeleuchtung nicht erfasst und somit zur Nacht- und Dämmerungszeit als Gefahrenpunkt nicht zu erkennen ist.
Gefahrenschilder fehlen, sind aber auch keine Lösung
Wenn ein Gehweg repariert oder gebaut wird, darf keine Kante zur Stolperfalle werden. Ansonsten müssen Schilder vor der Gefahr warnen.
Leider kann man auf der Bruchstraße keine andere Straßenseite benutzen, da sich dort kein Bürgersteig befindet.





Wer ist für die Sicherheit von Gehwegen verantwortlich?
Die Verkehrssicherungspflicht für Gehwege trägt der Straßenbaulastträger, somit die Kommune. Sie hat die Pflicht, alle ihr zumutbaren und notwendigen Vorkehrungen zu treffen, damit es auf einem Gehweg nicht zu Unfällen kommt. Dabei ist die Kommune nicht verpflichtet, jede abstrakte Gefahr zu verhindern, sondern nur solche Gefahren, die nach allgemeiner Verkehrsauffassung eines verständigen Menschen erforderlich sind, um andere vor Unfällen und Schäden zu schützen.
Die Kommune muss daher nicht für eine absolute Sicherheit auf allen Gehwegen sorgen und bei jedem Sturz eines Passanten haften. Für die Frage, ob sie ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt hat, ist unter anderem entscheidend, ob die Gefahrenquelle für den Fußgänger erkennbar und wie hoch der Niveauunterschied zwischen Gehwegplatten oder Bordsteinkante war.
Der Bundesgerichtshof (Az. III ZR 240/11) stellt aber klar, dass eine Kommune für den Sturz einer Fußgängerin auf einem stark verwitterten und verfallenen, unebenen Gehweg haftet. Sie kann sich nicht darauf berufen, dass eine Instandhaltung des Gehwegs aufgrund enger finanzieller Verhältnisse nicht möglich ist.
Ein Wurzelwerk und viele Stolperfallen

