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Realität Weicht: Das integrationspolitische Geisterfahrer-Programm

Das integrationspolitische Geisterfahrer Programm

Wenn in NRW die Ideologie der Realität weicht

Es gibt Themen, bei denen man sich unwillkürlich an den Kopf fasst und fragt, wer eigentlich die Kompassnadel in unseren Ministerien verbogen hat. Ganz vorne mit dabei: die Bildung. Eigentlich die wichtigste Währung unseres Landes. Sie soll Chancen schaffen, sozialen Aufstieg ermöglichen und die nächste Generation fit für eine Welt machen, die ohnehin immer komplexer wird. Man sollte also meinen, dass eine Landesregierung alles daran setzt, das Fundament so stabil wie möglich zu bauen. Doch was die schwarz-grüne Koalition derzeit abliefert, gleicht eher einem bildungspolitischen Slapstick-Drehbuch.

Zwei brandaktuelle Beispiele aus dieser Woche zeigen, dass der Kompass hier nicht nur dejustiert ist – er zeigt schnurgerade in die falsche Richtung.

Prüfungen im Übersetzer-Modus

Da wäre zum einen das Vorhaben, Klassenarbeiten künftig potenziell auch auf Arabisch, Türkisch oder Ukrainisch zuzulassen. Was gut gemeint als „Empathie“ getarnt wird, ist in Wahrheit der Offenbarungseid einer gescheiterten Integrationspolitik. Deutsch ist und bleibt das gemeinsame Fundament, die Bildungs- und Integrationssprache Nummer eins. Wer Kindern echte Zukunftschancen eröffnen will, muss sie fordern und fördern, die Landessprache sicher zu beherrschen. Wer stattdessen die Bedeutung des Deutschen im Unterricht relativiert, baut keine Brücken, sondern zementiert Parallelwelten.

Das 100-Millionen-Euro-Taxi für Fünfjährige

Es kommt aber noch besser – oder vielmehr: teurer. Stichwort „ABC-Klassen“. Statt Kinder mit Sprachförderbedarf dort zu unterstützen, wo sie hingehören und sich sicher fühlen – nämlich in ihrer vertrauten Kita –, hat Schwarz-Grün eine logistische Meisterleistung parat: Die Kleinsten sollen künftig zweimal pro Woche in Bussen quer durch die Stadt in fremde Einrichtungen gekarrt werden. Kostenpunkt für diesen absurden Fahrdienst? Schlappe 100 Millionen Euro.

In der Expertenanhörung gab es dafür ungewöhnlich schallende Ohrfeigen von Sachverständigen. Kein Wunder. Das Geld versickert buchstäblich im Tank von Schulbussen, statt dort anzukommen, wo es gebraucht wird: bei den Erzieherinnen, Lehrkräften und in moderner Sprachförderung vor Ort.

„Kinder fördern statt Kinder befördern. Jeder Euro gehört in zusätzliche Sprachförderung – nicht in Busfahrten. Für uns Freie Demokraten ist Bildung das wichtigste politische Thema überhaupt, und wir werden diesen integrationspolitischen Irrweg nicht schweigend hinnehmen.“ – Henning Haupts, FDP Ortsverband Mönchengladbach-Süd

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