Gemeinsam für saubere Schultoiletten in Heyden

Die Kinder konnten selbst mitentscheiden, wie ihre Toiletten künftig aussehen sollen. Nach einer Farbauswahl durch die Schülerinnen und Schüler wurden die Wände neugestaltet. Außerdem wurde ein digitales NFC-Token-System eingeführt, das die Toilettennutzung während des Unterrichts organisiert.

Gemeinsam für saubere Schultoiletten Pilotprojekt „KloMotion“ an der GGS Heyden setzt auf Mitbestimmung und Verantwortung

Saubere Schultoiletten sind mehr als nur eine Frage der Hygiene – sie tragen entscheidend zum Wohlbefinden der Kinder und zu einem guten Schulklima bei. Mit dem Pilotprojekt „KloMotion“ hat die GGS Heyden gemeinsam mit dem Regionalen Bildungsbüro der Stadt Mönchengladbach im Rahmen der Bildungskommune einen neuen Weg eingeschlagen. Das Besondere: Nicht nur die Toiletten wurden modernisiert, sondern auch die Schülerinnen und Schüler aktiv in die Gestaltung und den verantwortungsvollen Umgang mit den Anlagen einbezogen.
Ausgangspunkt des Projekts waren Rückmeldungen von Kindern, Eltern und Lehrkräften. Sie hatten Verschmutzungen, Vandalismus und einen teilweise unangenehmen Zustand der Toiletten angesprochen. Daraus entwickelten städtische Beteiligte und Schule gemeinsam ein Konzept, das bauliche Verbesserungen mit pädagogischen Maßnahmen verbindet.
Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass nachhaltige Veränderungen nur gelingen, wenn alle Beteiligten gemeinsam Verantwortung übernehmen. Deshalb wurden Schulleitung, Lehrkräfte, OGS, Eltern, Hausmeister, Reinigungsmanagement, das städtische Gebäudemanagement und vor allem die Schülerinnen und Schüler in die Entwicklung eingebunden.
„Mit KloMotion verfolgen wir bewusst einen ganzheitlichen Ansatz. Saubere Schultoiletten entstehen nicht allein durch Sanierungsmaßnahmen. Entscheidend ist, dass Kinder, Schule, Eltern und Verwaltung gemeinsam Verantwortung übernehmen“, sagt Lehrerin Cäcilie Meurer und die städtische Bildungsmanagerin Vanessa Kolb ergänzt: „Das Projekt verbindet Schulentwicklung, Gesundheitsförderung und Bildung für nachhaltige Entwicklung auf eine sehr lebensnahe Weise.“
Die Kinder konnten selbst mitentscheiden, wie ihre Toiletten künftig aussehen sollen. Nach einer Farbauswahl durch die Schülerinnen und Schüler wurden die Wände neugestaltet. Außerdem wurde ein digitales NFC-Token-System eingeführt, das die Toilettennutzung während des Unterrichts organisiert. Eine neu gegründete Toiletten-AG mit Lehrkräften, Eltern, einer Alltagshelferin und dem Hausmeister begleitet das Projekt dauerhaft.
Auch die Mitbestimmung der Kinder wurde gestärkt. Ein neu gegründetes Schülerparlament beschäftigt sich künftig regelmäßig unter anderem mit diesem Thema. Ergänzend motiviert der Wettbewerb „Saubere Toiletten“ die Klassen zu einem sorgsamen Umgang mit den Anlagen. Gleichzeitig können Mängel oder fehlende Materialien unkompliziert gemeldet werden.
„Besonders wertvoll ist für uns, dass die Schülerinnen und Schüler aktiv an den Veränderungen beteiligt werden. Die Kinder erleben, dass ihre Ideen ernst genommen werden und konkrete Verbesserungen bewirken können. Dadurch stärken wir nicht nur die Toilettensituation, sondern auch das Verantwortungsbewusstsein und die Identifikation mit unserer Schule“, sagt Schulleiterin Nicole Kruchen.
Dass die Veränderungen bereits wahrgenommen werden, zeigen auch die Rückmeldungen der Kinder selbst. „Früher haben sich viele Kinder über die Toiletten beschwert. Jetzt konnten wir mitentscheiden, welche Farben die Wände bekommen und wie die Toiletten schöner werden. Wir möchten, dass alle gut darauf achten und sie sauber bleiben“, sagt ein Mitglied des Schülerparlaments.
Das Projekt versteht sich ausdrücklich nicht als einmalige Maßnahme. Vielmehr soll das Thema dauerhaft im Schulalltag verankert werden. Regelmäßige Gespräche im Schülerparlament, feste Feedbackmöglichkeiten und die Arbeit der Toiletten-AG sollen dazu beitragen, die erreichten Verbesserungen langfristig zu sichern. Gleichzeitig werden die Erfahrungen ausgewertet, um erfolgreiche Ansätze künftig auch an anderen Schulen einsetzen zu können.
So wird aus einem alltäglichen Thema ein gemeinsamer Entwicklungsprozess, der nicht nur die Toilettensituation verbessert, sondern auch Mitbestimmung, Verantwortungsbewusstsein und das Miteinander an der Schule nachhaltig stärkt.
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