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Der Bachchor lädt zum vielschichtigen Magnific

Bach Chor
Aus der Gemeinde: Musikalische Brücke von Barock bis Gegenwart:

Von feinfühliger nordischer Klangpoesie bis zu mitreißender Barockpracht: Im Mittelpunkt des anstehenden Konzertprogramms steht das eindrucksvolle „Magnificat“ des norwegischen Starkomponisten Kim André Arnesen – umrahmt von historischen Entdeckungen und glanzvollem Orchesterklang.

Wenn zeitgenössische Chormusik die Herzen eines weltweiten Publikums berührt, fällt rasch ein Name: Kim André Arnesen. Der Norweger gehört längst zu den am meisten aufgeführten Chorkomponisten unserer Zeit, ist Mitglied der Norwegischen Komponistengesellschaft und seit 2017 Hauskomponist des renommierten Verlags Boosey & Hawkes. Dabei schien der Weg des studierten Pianisten keineswegs vorgezeichnet. Neben der Musik des Barock schlägt sein Herz ebenso für die zeitgenössische Klassik wie für die populäre Musik – doch es war die besondere Magie des Chorgesangs, die schließlich zu seiner wahren Leidenschaft wurde.

Für Arnesen ist das Komponieren eng mit der eigenen Innenschau verknüpft. Das Schreiben von Musik gleicht für ihn dem Beten: „Es ist eine spirituelle Erfahrung. Sie entwickelt sich also ständig, basierend auf dem Leben und dem, was gerade zählt“, beschrieb der Musiker seine Haltung einst im Interview mit der Church Times.

Diese tiefe Emotionalität prägt auch sein erstes großes Werk für Chor und Orchester: das 2014 erschienene „MAGNIFICAT“. Anders als traditionelle, oft triumphal angelegte Vertonungen des marianischen Lobgesangs schlägt Arnesen leise, nachdenkliche Töne an. Das Werk beginnt mit einer schlichten, melancholischen Einleitung und entfaltet eine innige Atmosphäre. Statt oberflächlicher Jubelstimmung rückt Arnesen die Vielschichtigkeit des Moments in den Fokus: „Einige dieser sehr kraftvollen Erfahrungen, wie die Erfahrung der Jungfrau Maria – ich habe das Gefühl, dass in solchen Erfahrungen viel tiefere Gefühle liegen. Ich versuche, mich auf das Staunen und die große Verantwortung zu konzentrieren, die Maria wohl gefühlt haben muss. Ich weiß nicht, ob spontane Freude unbedingt das erste Gefühl war. Es ist so groß.“

Spannungsreicher Bogen in die Barockzeit

Das Konzertprogramm schlägt jedoch nicht nur Brücken zur Gegenwart, sondern führt das Publikum auch gekonnt in die Barockepoche. Ein populäres Instrumentalwerk für Violine und Orgel von Joseph-Hector Fiocco bildet den geschmeidigen Übergang zwischen den Jahrhunderten.

Aus der Barockzeit selbst erklingt im Anschluss das feingliedrige „Kleine Magnificat“ („Meine Seele erhebt den Herren“) für Sopran, Flöte, Streicher und Basso continuo. Ein Werk mit musikgeschichtlicher Pointe: Lange Zeit wurde die Komposition Johann Sebastian Bach zugeschrieben, ehe die Musikwissenschaft sie eindeutig seinem Zeitgenossen Georg Melchior Hoffmann zuordnete.

Den festlichen Schlusspunkt des Abends markiert schließlich das Magnificat in D-Dur von Jan Dismas Zelenka. Das Werk des einstigen Dresdner Hofkomponisten für Sopran, Chor und Orchester präsentiert sich brillant, mitreißend und prachtvoll: Flankiert von kraftvollen Holzbläsern, glänzenden Trompeten und Pauken entlässt es die Zuhörer mit einem strahlenden Klangfeuerwerk.

Auf einen Blick: Karten & Vorverkauf

  • Eintrittspreis: 22,00 Euro im Vorverkauf
  • Vorverkaufsstellen vor Ort:
    • Pfarrbüro St. Gereon
    • Buchbinderei Boden (Konstantinstraße, Giesenkirchen)
    • Buchhandlung prolibri (Zur Burgmühle, Odenkirchen)
    • Buchhandlung Degenhardt (Friedrichstraße, Mönchengladbach-Zentrum)
  • Online-Tickets & Informationen:www.bachchor-mg.de

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